Lutherhaus

Zur aktuellen Lage

Siegerentwurf kann im Pfarrhaus besichtigt werden

Modell des neuen Lutherhauses
Modell des neuen Lutherhauses

Weiterhin zu sehen sind das Modell und die Planskizzen des Neuen Lutherhauses. Nach Ende der öffentlichen Ausstellung im bisherigen Lutherhaus kann der Entwurf des Architekturbüros Vögele von Montag bis Freitag vormittags im Pfarramt besichtigt werden.

Lutherhaus-Neubau kann beginnen

Jury trifft Entscheidung für Architektenentwurf

Nach langen Abwägungen fiel die Entscheidung am vergangenen Donnerstag: das Architekturbüro Vögele aus Reilingen wird das neue Lutherhaus bauen. Am Auslobungsverfahren hatten sechs Architekten aus der Umgebung teilgenommen und ihre Entwürfe als Modelle und Planskizzen abgeliefert.

Die Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern vor dem Siegerentwurf
Die Jury aus Fach- und Sachpreisrichtern vor dem Siegerentwurf

In intensiven Gesprächsrunden, die sich über einen ganzen Tag hinzogen, berieten die Preisrichter das für und wider der eingereichten Vorschläge. In Frage gekommen wären alle sechs Entwürfe. Jede Planung erfüllte die Anforderungen. Das machte die Auswahl nicht leicht. Der Siegerentwurf überzeugte durch die gelungene Raumaufteilung und in der Art, wie er sich in die Umgebung einfügt. Und falls zu einem späteren Zeitpunkt das Haus doch noch größer werden sollte, ist dies durch eine sinnvolle Erweiterung möglich.
Das Gemeindehaus wird aus zwei Gebäudeteilen bestehen. Durch ein gemeinsames Foyer verbunden sind auf der einen Seite der Saal, der in sich noch einmal durch eine Trennwand teilbar ist, und auf der anderen der Raum des CVJM sowie die Funktionsräume wie Küche, Lager, Toiletten.

In einer öffentlichen Gemeindeversammlung im jetzigen Lutherhaus, Alte Friedhofstraße 3 in Reilingen am Sonntag, 25. Juni um 11:00 Uhr werden der Siegerentwurf und die anderen eingereichten Vorschläge gezeigt und erläutert. Zu sehen sind sie danach noch bis 1. Juli täglich von 17 bis 20 Uhr.

Gemeindeversammlung mit Präsentation des Siegerentwurfs am Sonntag, 25. Juni 2017 um 11 Uhr im Lutherhaus
Der Entwurf für den Neubau des Lutherhauses wird in einer Gemeindeversammlung am Sonntag, 25. Juni 2017 um 11:00 Uhr im Lutherhaus öffentlich vorgestellt. Anwesend sind u.a. der Architekt, der den Entwurf erstellt hat, sowie Bausachverständige des Evangelischen Oberkirchenrats.

Das Baukonzept des neuen Lutherhauses wird zuvor von einer Jury im Rahmen eines Auslobungsverfahrens aus sechs Einsendungen ausgewählt. In der Gemeindeversammlung wird der Siegerentwurf als Modell und in Planskizzen präsentiert. Zur Information werden auch die anderen Modelle gezeigt.

In der Woche vom 26. Juni bis zum 1. Juli sind die Modelle und Pläne im Lutherhaus in der Alten Friedhofstraße 3 täglich von 17 bis 20 Uhr zu besichtigen.

Planungen für das neue Lutherhaus gehen zügig voran

Sechs Architekturbüros aus der nächsten und näheren Umgebung haben im Februar vom Kirchengemeinderat den Auftrag erhalten, ein neues Lutherhaus im Entwurf zu planen. Betreut wird das sogenannte Auslobungsverfahren von der Gesellschaft für kirchliches Bauen prokiba in Karlsruhe. Dort werden die Planer ihre Entwürfe abgeben. Eine Jury, die sich aus Vertretern der Kirchengemeinde und Facharchitekten zusammensetzt, wählt am 22. Juni aus den sechs Vorschlägen denjenigen aus, der realisiert wird. Unmittelbar danach, am Sonntag, dem 25. Juni wird der Gemeinde in einer öffentlichen Versammlung das Ergebnis präsentiert. Die eingereichten Modelle sind danach noch eine Woche lang im jetzigen Lutherhaus ausgestellt.

Die Juroren erfahren erst nach der Auswahl, von welchem Architektenbüro die einzelnen Entwürfe stammen. Das Auslobungsverfahren wird anonym durchgeführt, so dass die Neutralität bei der Auswahl gewährleistet ist. Darauf haben die Mitwirkenden ein Anrecht.

Hier entsteht das neue Lutherhaus. Das Modell zeigt die Umgebungsbebauung.

Hier entsteht das neue Lutherhaus. Das Modell zeigt die Umgebungsbebauung.

Die Jury setzt sich aus sieben stimmberechtigten Fach- und Sachpreisrichtern sowie weiteren beratenden Mitgliedern zusammen. Sie müssen sich über die Auswahlkriterien verständigen und am Ende zu einem Konsens finden. Vorgegeben ist ein Kostenrahmen von 1,3 Millionen Euro. Die Landeskirche gewährt davon 50% als Baubeihilfe und 20% als Darlehen. Die restlichen 30% der Baukosten muss die Kirchengemeinde aus Eigenmitteln aufbringen. Diesen mittleren sechsstelligen Betrag kann die Gemeinde nur „stemmen“, indem sie das jetzige Lutherhaus vermarktet. Die Verkaufsgespräche haben bereits begonnen. Nach voraussichtlich zwei Jahren weiterer Planung und Bauausführung kann für das Jahr 2019 mit der Einweihung des neuen Lutherhauses gerechnet werden. Bis dahin müssen allerdings alle Chöre, Gruppen, Kreise und andere Lutherhausnutzer mit Ausweichquartieren vorlieb nehmen.

Die Arbeiten haben begonnen. Hier entsteht der neue Martin-Luther-Weg.

Die Arbeiten haben begonnen. Hier entsteht der neue Martin-Luther-Weg.

Die Vorgeschichte:

Das heutige Martin-Luther-Haus in der Alten Friedhofstraße wurde 1899 ursprünglich als Zigarrenfabrik errichtet. Seit 1937 wird das Gebäude, das im Laufe seiner Geschichte mehrfach erweitert und umgebaut wurde, als Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde genutzt.

2001 verwarfen Vertreter des Oberkirchenrats in Karlsruhe nach einer Begehung eine geplante Grundsanierung und empfahlen stattdessen, das bestehende Gemeindehaus durch einen Neubau zu ersetzen. Der Zustand des Gebäudes sei so schlecht, dass es ein unkalkulierbares Sanierungsrisiko berge.

Seit dieser Zeit wurde die Planung eines Gemeindehausneubaus mal mehr mal weniger stark vorangetrieben. Eine erste Bauvoranfrage im Jahr 2011 wurde vom Bauamt Hockenheim abgelehnt. Der damalige Bebauungsplan „Alte Friedhofstraße/Schulstraße“ fand im Reilinger Gemeinderat keine Mehrheit und stieß bei einigen betroffenen Grundstückseigentümern auf Widerstand.

Ende 2013 änderte sich die Ausgangslage insoweit, als die politische Gemeinde das Gelände der Gärtnerei Weisbrod erwerben konnte, und so ein anderer Zugang zu dem geplanten Baugebiet möglich wurde. Inzwischen ist der neue Bebauungsplan einschließlich der notwendigen Umlegungs- und Erschliessungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Die Kirchengemeinde hat für ihr geplantes neues Gemeindehaus ein Grundstück von ca. 1.200 m² im hinteren Bereich des heutigen Lutherhausgrundstücks ausgewiesen. Das restliche Grundstück in Richtung Alte Friedhofstraße soll verkauft werden. Der dabei erwirtschaftete Erlös ist Teil des Finanzierungsplans.

Ebenfalls Ende 2013 trat die Johannes-Diakonie Mosbach an die Kirchengemeinde heran. Sie war auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für ein geplantes Therapiezentrum zur Wiedereingliederung verhaltensauffälliger Jugendlicher und schlug der Kirchengemeinde eine Kooperation vor. Nach ersten unverbindlichen Plänen sollten auf dem Grundstück zur Friedhofstraße hin 24 Wohnplätze entstehen, auf dem hinteren Grundstück eine Tageseinrichtung der Diakonie und das geplante neue Gemeindehaus. Im unteren Teil der Tageseinrichtung waren große Räume für die Jugendarbeit des CVJM zur Anmietung in Aussicht gestellt worden. Die vorgeschlagene Kooperation mit der Johannes-Diakonie stieß bei Teilen der Kirchengemeinde auf erheblichen Widerstand. Daher hat der Kirchengemeinderat seit Sommer 2014 eine unabhängige Lösung des Gemeindehausneubaus vorangetrieben.

Um möglichst viele Menschen an der Planung des neuen Gemeindehauses zu beteiligen, lud der Kirchengemeinderat im November 2014 zu einer Zukunftswerkstatt Lutherhaus ein. Zahlreiche Vertreter der kirchlichen Gruppen und Kreise aber auch aus Vereinen, politischen Parteien und anderen Gruppierungen des Dorfes kamen zusammen und tauschten sich zwei Tage lang darüber aus, wie das neue Gemeindehaus genutzt werden könnte. Auch ein ungefährer Zeitplan und Fragen der Finanzierung wurden diskutiert.

Zukunftswerkstatt

Zukunftswerkstatt

Teilnehmer der Zukunftswerkstatt

Teilnehmer der Zukunftswerkstatt

Im Anschluss an die Zukunftskonferenz wurde vom Kirchengemeinderat der beratende Ausschuss zum Neubau des Lutherhauses ins Leben gerufen. Auf seiner ersten Sitzung wurde Ralf Bräuninger als Vositzender dieses Ausschusses gewählt. Weitere Mitglieder des Ausschusses sind: Wolfgang Bickle, Thomas Brox, Walter Dorn (KGR), Karl-Heinz Hocker, Jürgen Hoffmann, Dieter Hopf, Ulrike Lörch (KGR), Walter Marquetant, Peter Schell und Anke Wahl (KGR).

Der Ausschuss tagt in regelmäßigen Abständen. Die Sitzungen sind öffentlich.

Nachdem in der ersten Hälfte des Jahres 2015 von der politischen Gemeinde signalisiert wurde, dass der Bebauungsplan nun wohl wie geplant verwirklicht werden könnte, stand der konkreteren Planung des neuen Hauses eigentlich nichts mehr im Wege. Die finanzielle Situation verbesserte sich sogar noch insoweit, als der Oberkirchenrat das geplante Projekt nun als Optimierungsmaßnahme einstufte, was eine höhere Bezuschussung zur Folge hat. Ein Gespräch in Karlsruhe zur Vorbereitung des Architektenwettbewerbs war bereits terminiert.

Der Wunsch der politischen Gemeinde nach einem Saal mit fester Bühne und entsprechender Größe für die örtlichen Vereine führte im Rahmen einer Gemeindeversammlung Anfang Juli 2015 dazu, dass der Kirchengemeinderat nun damit beauftragt wurde, eine Kooperation mit der politischen Gemeinde Reilingen zu prüfen. Dazu muss man wissen, dass der Oberkirchenrat in Karlsruhe ein Gemeindehaus von maximal 350 m² Gesamtfläche bezuschusst. Die Fläche errechnet sich aus der aktuellen Zahl der Gemeindeglieder unter Berücksichtigung gesamtgesellschaftlicher Tendenzen. Diese begrenzte Gesamtfläche steht fest. Der Oberkirchenrat ist nicht bereit darüber zu diskutieren.

Der Kirchengemeinderat hat sich den Wunsch der Gemeindeversammlung zu eigen gemacht und einen Beschluss gefasst, wonach er eine Kooperation mit der politischen Gemeinde befürwortet, sofern diese alle für die Mehrfläche anfallenden Kosten beim Bau und bei der Bewirtschaftung trägt. In Einzelgesprächen mit den Fraktionen des Gemeinderates hat der Kirchengemeinderat darüber hinaus für eine Genehmigung der Kooperation durch den Gemeinderat geworben. Diese steht seit Mitte 2015 aus. Verzögernd hat sich ausgewirkt, dass die tatsächlich anfallenden Mehrkosten erst errechnet werden mussten. Die Berechnung erfolgte durch die kirchennahe Gesellschaft für Projektentwicklung und Projektsteuerung in Baden mbH (pro ki ba) und wurde den Gemeinderäten Ende November 2015 vorgestellt. Der Kirchengemeinderat erwartet jetzt eine zeitnahe Entscheidung des Gemeinderates und hofft, den Architektenwettbewerb im Sommer 2016 auf den Weg zu bringen.